23 November 2014 - 04:39
Atomverhandlungen: UNO-Generalsekretär mahnt beide Verhandlungspartner zu mehr Flexibiltät

Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zwischen der sogenannten "G5+1" und Iran im Atomstreit in Wien hat der UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon beide Seiten zu mehr Flexibilität aufgerufen.

In einer heute veröffentlichten Erklärung forderte Ban die beiden Seiten auf, zu zeigen, dass sie entschlossen sind, die Verhandlungen zu einem guten Ende zu führen, und dazu sei die Flexibilität auf beiden Seiten angesagt, so Ban weiter. UNO-Generalsekretär äußerte die Hoffnung, dass durch ein umfassendes Abkommen Vertrauen in die zivile Natur des iranischen Atomprogramms wiederhergestellt wird. Er glaube, dass eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran auch zur Wiederherstellung des Friedens in der Nahostregion beitragen werde. Andererseits forderte der Chef der internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) , Yukya Amano, Donnerstagnachmittag in Wien mehr Kooperation vom Iran. Seit seinem letzten Bericht habe Teheran keine neuen Schritte für eine verstärkte Transparenz hinsichtlich seines Nuklearprogramms gesetzt, so Amano. Die Islamische Republik habe zwei der fünf im Frühjahr vereinbarten Punkte immer noch nicht beantwortet. "Daher fordere ich den Iran auf, möglichst schnell neue Vorschläge zu machen und intensiver mit uns zusammen zu arbeiten.", erklärte der IAEO-Chef. Wie lange es tatsächlich dauere